Das Fairtrade Siegel

Foto aus der Textilproduktion

In wenigen Worten

Fairtrade ist ein Siegel für unterschiedliche Güter, die aus fairem Handel stammen. Bei der Herstellung wurden bestimmte soziale Kriterien eingehalten: z.B. die Garantie eines Mindestpreises und die Auszahlung einer Fair-Trade-Prämie, die für soziale Entwicklungsprojekte genutzt werden kann.

Warum fairtrade?

Die Menschen hinter unserer Kleidung müssen unterstützt werden. Landwirtschaft, wie der Anbau von Baumwolle, ist vor allem Einkommensquelle für ärmere Haushalte in ländlichen Gebieten.

Der weltweite Handel bedingt leider, dass nicht alle Akteure die gleichen Voraussetzungen und Vorteile haben. Vor allem Landwirte, die meist am Anfang von Lieferketten stehen und oftmals in Entwicklungs- und Schwellenländern arbeiten, haben meist schlechtere Bedingungen, um im Welthandel konkurrieren zu können.

In den letzten Jahren ist noch eine weitere wichtige Komponente hinzugekommen: Kleinbäuerliche Betriebe in ländlichen Gegenden sind vom Klimawandel stark betroffen.

die lösungsansätze

Die Fairtrade Organisation versucht hier, Lösungen anzubieten. Sie unterstützt Produzentinnen und Produzenten in Afrika, Asien und Lateinamerika. Diese sollen mehr Stimmrecht in der Weltwirtschaft bekommen, um ein besseres Leben und eine bessere Zukunft gestalten zu können. Hierfür bietet Fairtrade zwei Möglichkeiten: Mindestpreise und Prämien.

44.211

Produzentinnen und -produzenten bauen weltweit Fairtrade Baumwolle an.

585.795 €

erzielten Fairtrade-Baumwollproduzenten als Prämieneinnahmen 2014/2015.

14.500 t

Biobaumwolle werden jährlich durch Fairtrade Produzenten verkauft.

Mindestpreise und Prämien

Der Mindestpreis ist eine Sicherheit für die Produzentinnen und Produzenten, damit ihre Produktionskosten nachhaltig gedeckt werden. Er wird alle fünf oder sechs Jahre an den Weltmarkt angepasst. Falls der Weltmarktpreis über dem Mindestpreis liegt, wird natürlich der gezahlt.

Die Prämien von Fairtrade können für verschiedene Zwecke genutzt werden. In den Kooperativen und auf den Plantagen wird im demokratischen Zusammenschluss entschieden, wofür die Prämie zum Einsatz kommt: Beim Bau von Schulen, bei der Verbesserung der Wohnsituation, etc.

Was sagt das Siegel aus?

Nahaufnahme einer Nähmaschine

Produktion

Die Organisation Fairtrade arbeitet nicht nur mit Kooperativen für Kaffee oder Tee. Auch für Biobaumwolle und Textilien setzt das Bündnis Standards und garantiert Mindestpreise und Prämien. Allerdings ist die Verarbeitung von Textilien sehr komplex, der neue Standard der Organisation soll den gesamten Prozess abdecken. Da er noch nicht so lange Zeit realisiert wird, gibt es bei LOVECO derzeit nur Produkte mit Biobaumwolle, die Fairtrade zertifiziert ist. Hierbei garantiert der Standard unter anderem die folgenden, wichtigen sozialen Standards:

  • Sicherheit am Arbeitsplatz muss gewährleistet sein (Kleidung, Materialien, Gebäude)
  • Festes Gehalt, feste Arbeitszeiten und Überstundenregelungen
  • Revisoren werden ausgebildet und schult, um Betrug zu vermeiden
  • Living Wages müssen innerhalb von sechs Jahren implementiert werden
  • Faire, zuverlässige und durchschaubare Vertäge für die Arbeitnehmer
  • Programme für Auszubildende und Praktikanten werden unterstützt
  • Es müssen umweltfreundliche und ungiftige Materialien benutzt werden
  • Kinderarbeit wird ausgeschlossen
  • Sozialprämien, um ökologische und soziale Entwicklungsprojekte zu ermöglichen
  • Arbeitnehmer werden über Arbeitnehmerreche, das Versammlungsrecht und Gewerkschaften informiert und ermutigt, ihnen beizutreten
  • Garantierte Mindestpreise für die Sicherung von Lebenshaltungs- und Produktionskosten der Produzenten
  • Überprüfungen werden unangekündigt vorgenommen

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