„Im nachhaltigen Bereich Geld zu verdienen ist nicht leicht“

Wer hat sich im Jahr 2010 getraut, den ersten veganen Lifestyle-Blog aufzuziehen? Hat keine Recherchen und Mühen gescheut, die coolsten nachhaltigen Produkte aus aller Welt zu finden, um sie ihre Leserinnen und Lesern vorzustellen?

Wer ist immer auf dem neuesten Stand, wenn es um die schönste vegane Kosmetik, Fair Fashion und die coolsten Cafés und Restaurants geht? – Genau, Franziska von Veggie Love!

Franziska ist für uns Inspiration, Leidenschaft und unendliches Engagement. Ihr Blog führt heute, nach sieben Jahren, Leute zu uns in den Laden, die sich seit der ersten Stunde von ihr begleiten und inspirieren lassen. Und das Schöne: Es geht dabei nicht nur ums Thema Veganismus, sondern Franziska beschäftigt sich ausgiebig mit allen Themen rund um Nachhaltigkeit. Besonders ist daran, dass man ihren Berichten und Bildern auf den ersten Blick nicht ansieht, dass es sich hier um nachhaltige Produkte handelt, sondern dass sie es schafft, ganz losgelöst von allen Klischees über “öko und bio” über eben dies zu schreiben. Und dabei ermahnt nie ein erhobener Zeigefinger. Das ist es, was so fantastisch an ihrem Blog Veggie Love ist.

Aber wir sind nicht nur Fans ihres Blogs. Franziska und Christina kennen sich seit einer gefühlten Ewigkeit, Christina besuchte einen von Franziskas Vorträgen über ihr Leben als Veganerin, fast sieben Jahre ist das schon her. Inspiriert von ihrer Leidenschaft und interessiert am Thema nachhaltige Mode begegneten sie sich einige Jahre später wieder und kamen ab da nicht mehr voneinander los – etwas in der Welt positiv verändern zu wollen, verbindet eben. Gerade ist Franziska vorerst zurück an den Bodensee gezogen und hier in Berlin vermissen wir sie ganz schön. Umso mehr freuen wir uns, sie heute im Interview zu haben. Für uns hat sie den Fragebogen ausgefüllt, den sie normalerweise anderen Superwomen und Girlbosses stellt. Zum Beispiel passenderweise gerade unserer Christina!

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Girlbossing mit Franziska von Veggie Love

1. Beschreibe Dich in drei Worten

Neugierig. Loyal. Originell.

2. Was ist das Schönste an Deinem Beruf?

Von überall aus arbeiten zu können. Spannende Menschen zu treffen. Die Freiheit zu haben, mir selbst Projekte auszudenken und sie allein oder mit einem selbst zusammen gestellten Team umzusetzen. An und mit den Themen zu arbeiten, die mir selbst wichtig sind und die mich begeistern.

3. Wie sieht Dein typischer Arbeitstag aus? Und wie Dein idealer Arbeitstag?

Ganz typisch gibt es nicht, denn Routine langweilt mich schnell. Ich versuche, meine Zeit zwischen Tagen am Computer und unterwegs sein aufzuteilen. Damit meine ich nicht unbedingt auf Reisen unterwegs zu sein (obwohl auch das sehr schön ist), sondern in Läden zu gehen, neue Marken zu entdecken und mit den Menschen hinter den Produkten oder Shops zu sprechen.

Mein idealer Arbeitstag beginnt früh und mit ungestörtem Schreiben. Dann ein ausgedehntes Mittagessen, gerne in Begleitung und dabei mag ich auch Gespräche rund um die Arbeit. Über Bloggen, Mode, Kosmetik und Essen kann ich ohnehin ständig reden.

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Dann den Nachmittag mit Entdecken verbringen – das inspiriert mich ungemein. Und das am liebsten in einer Stadt, in der ich nicht wohne. Abends kann ich noch mal wunderbar arbeiten, wenn die Welt um mich herum immer stiller wird. Ab und an ist allerdings auch ein Abend in inspirierender Gesellschaft gut – am liebsten mit gutem Essen.

4. Was bedeutet Erfolg für Dich?

Nach sieben Jahren immer noch zu bloggen – mehr als einmal habe ich ans Aufhören gedacht. Durchzuhalten bis die Themen Nachhaltigkeit und Veganismus salonfähig wurden, war nicht immer einfach und manchmal echt anstrengend. Dazu habe ich mir mit dem Bloggen einen Beruf ausgesucht, der bis heute immer noch erklärt werden muss. Zudem ist gerade im nachhaltigen Bereich das Thema Monetarisierung für Content Creator oft noch eine Herausforderung, weil die Budgets bei Unternehmen sehr klein oder nicht vorhanden sind oder nicht für Kooperationen mit Blogger*innen zur Verfügung gestellt werden (können).

Dennoch kann ich mir keinen schöneren Beruf vorstellen und damals wie heute ist der schönste Erfolg, wenn ich jemanden mit meiner Arbeit inspirieren und zeigen kann, dass Nachhaltigkeit und Veganismus schick und schön sind (und nichts mit Verzicht zu tun haben).

5. Wer oder was inspiriert Dich?

Menschen –besonders Frauen – die ihren eigenen Weg gehen und sich nicht von den Zweifeln anderer (und natürlich den eigenen) beirren lassen.

6. Der beste Rat, den Du je bekommen hast? Und ein Rat, den Du glücklicherweise ignoriert hast?

Leider hat er es nicht zu mir gesagt, aber diese Worte von Jay Z finde ich sehr gut: Dream big. Be unrealistic.

Ignoriert habe ich glücklicherweise alle, die mir – nicht nur in den Anfängen von Veggie Love – geraten haben, doch von diesem (in ihren Augen) extremen Veganismus abzuweichen und lieber nur vegetarisch zu sein.

7. Words to live (and work) by.

Be unfuckwithable. Sei Du selbst, entschuldige Dich nicht dafür und mach Dein Ding.

Und bei Entscheidungen: It’s either hell yeah or no. Das Bauchgefühl lügt nie.

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Loved ones

1. Lieblingsort

Am Wasser. Am liebsten an einem See. Am schönsten ist der Comersee. Danach kommt gleich der Bodensee.

2. Lieblingsrestaurant

Das Cookies Cream in Berlin

3. Lieblingsgeruch

Der Geruch von Earl Grey Tee

4. Lieblingskosmetikprodukt

Öl. Fürs Gesicht. Für den Körper. Im Sommer, im Winter, immer.

5. Lieblingskleidungsstück

Trenchcoat. Meiner Meinung nach eines der coolsten Kleidungsstücke überhaupt.

6. Lieblingsessen

Pizza könnte ich jeden Tag essen. Und Sommerrollen. Oder Grünkohlsalat.

7. Lieblingsluxus

Immer frische Blumen auf dem Schreibtisch.

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This or that?

1. See oder Meer

See. Weil ich am Bodensee aufgewachsen bin und die blaue Stunde im Sommer an einem Seeufer einfach unschlagbar schön ist.

2. Kaffee oder Tee

In letzter Zeit immer häufiger Tee.

3. Stadt oder Land

Stadt. Mit kleinen Auszeiten in der Natur.

4. Lippenstift oder Nagellack

Immer Nagellack in pink oder rot.

5. Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang

Sonnenuntergang, denn ich bin eine Nachteule.

6. Spontan oder geplant

Spontan im Alltag. Geplant bei größeren Projekten.

7. Herz oder Verstand

Herz!

Lest mehr von Franziska auf Veggie Love oder folgt ihr auf Instagram für Bilder, Geschichten und Entdeckungen von unterwegs und vom Bodensee.

Danke, liebe Franziska! Und auf ganz bald!

Fotos:
1. + 3. Grit Siwonia
2. + 4. Nora Dal Cero

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