Nachhaltiger Wohnen und Einrichten – 5 Tipps

Seit Jahren beschäftige ich mich mit fairer Mode. Ich weiß mittlerweile genau, wo ich gute Teile finde, die meinem Stil entsprechen. Auch sonst kenne ich mich gut in der Nachhaltigkeitsszene aus. Dachte ich zumindest, bis ich von meiner WG in eine Wohnung gezogen bin und plötzlich hundert neue Nachhaltigkeits-Herausforderungen vor mir liegen sah.

Wo kauft man eigentlich einen Duschvorhang, Kehrbesen oder nachhaltige Möbel? Hier kommen fünf Tipps für nachhaltiges Wohnen und Einrichten.

1. Secondhand = der neue beste Freund

Wenn Du noch kein Secondhand-Fan bist: spätestens beim nachhaltigen Einrichten wird es Zeit einer zu werden! Denn obwohl es im Interiorbereich mittlerweile auch nachhaltige Alternativen gibt, ist die Auswahl nicht riesig. Das ist aber nicht schlimm, wenn man die endlosen Weiten der Secondhandmöbel mit in die Auswahl nimmt.

Ein riesiges Plus: Es schont das Portmonnaie ungemein. Gebrauchte Möbel sind in der Regel günstig und genau das richtige, wenn man auf ein Budget achten muss. Aber auch wenn man gerne ausgefallene Teile in der Wohnung haben möchte, ist man im Secondhand/ Vintage Interior gut bedient. Nirgendwo sonst findet man so gut Einzelstücke.

Gute Onlineadressen für gebrauchte Möbel sind Ebay, Ebay Kleinanzeigen und Etsy.

Für die Berliner*innen unter Euch: Hier findest Du z.B. eine gute Liste an Flohmärkten und Secondhandläden. Meine Favoriten sind „Wollen Möbel Kaufen“ in Friedrichshain und das „Minikaufhaus Meyer“ im Wedding. Dort habe ich jeweils schon mehrfach etwas gefunden.

2. Instagram = auch ein ziemlich guter Freund

Was meiner Meinung nach total unterschätzt wird: Instagram ist ein gutes Tool, um kleine, unabhängige Labels zu finden – bei Mode wie eben auch im Interiorbereich. Viele kleine Marken, die eigene Werkstätten haben oder alles selbst machen, hat man nicht auf dem Zettel. Genau dann stolpert man auf Instagram drüber. Ich habe so schon tolle kleine Shops entdeckt:

3. Upcycling: Altes wieder schön machen

Der nächste Tipp ist eigentlich ein No-Brainer. Trotzdem will er erwähnt sein: Vieles kann man einfach und schnell selbst wieder schön machen. So habe ich zum Beispiel in meiner Wohnung alte Poster neu gerahmt (ein riesiger Unterschied zu vorher!) oder Griffe an der Kommode ausgetauscht oder lackiert. Sowas dauert wirklich nicht lange und vermeidet einen Neukauf. Wer handwerklich begabter ist als ich, kann sich auf Pinterest endlos inspirieren lassen.

Hier habe ich für Dich schöne Projekte zum Selbermachen zusammengetragen:

Apropos: Kennst Du eigentlich unseren Pinterest Account? Dort sammeln wir Inspirationen zum nachhaltigen Leben, Mode-Ideen und mehr. Folge uns gerne, um nichts zu verpassen!

4. Allround-Nachhaltigkeits-Shops

Für alle, die mehr Vor-Selektion beim Interior-Shooping wollen, ist der nächste Punkt. Mittlerweile gibt es einige Shops, die ein größeres Angebot an nachhaltigen Möbeln, Heimtextilien und Wohnaccessoires haben:

Außerdem gut zu kennen sind Zero Waste Lifestyle Shops mit vielen Dingen rund um die Küche & Bad etc.: Naturalou, Monomeer, Original Unverpackt

Mehr Tipps zu nachhaltigen Shops und Amazon-Alternativen findest Du auch in diesem Artikel hier.

Auch bei uns im Shop findest Du Bettwäsche, nachhaltige Zahnbürsten, Deo im Glastiegel, Trinkflaschen, Becher und mehr.

Bambus Wattestäbchen von Hydrophil, Wasserflasche von soulbottles, Naturseife von Dr. Bronners, Creme-Deodorant von Fine und To-Go-Becher von Keep Cup.

Unsere nachhaltigen Accessoires entdecken

5. Nachhaltige Materialien & gutes Design

Beim Thema Wohnen und Einrichten kommt man genau so wenig um das Thema Materialien herum, wie bei fairer Mode. Es gibt einiges, worauf man achten kann:

  • Bei Heimtextilien solltest Du darauf achten, dass zertifizierte Biostoffe verwendet wurden, wie zum Beispiel GOTS-zertifizierte Baumwolle. In unserem Ratgeber findest du mehr zu nachhaltigen Textil-Materialien und Textil-Siegeln.
  • Beim Möbelkauf ist wichtig, dass kein Tropenholz verarbeitet wurde. Tropenholz wird immer noch häufig illegal in Urwäldern geschlagen. Auch das Holz von Plantagen ist häufig sehr umweltschädlich, da für die Plantagen Urwald weichen muss. Das FSC Siegel bietet hier laut Greenpeace leider keine Sicherheit für uns als Verbraucher*innen. Greenpeace hat 2018 seine Mitgliedschaft im FSC beendet.
  • Da es aktuell kein wirklich verlässliches Siegel gibt, sollte man auf regionale und hochwertige Hölzer achten
  • Auch beim Design des potentiellen Möbel- oder Dekostücks kann man auf Nachhaltigkeit achten und sich diese Fragen stellen: Ist das langlebig und robust? Kann es im Zweifelsfall repariert werden? Ist es für Umzüge gut auseinander- und zusammenzubauen? Ist es zeitlos und gefällt mir auch in einigen Jahren noch?

Das war’s vorerst mit meinen Tipps für ein nachhaltigeres Zuhause. Hast Du noch weitere?


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