Fashion Revolution Week: Verändere die Modebranche!

In unserer Modeblase bereiten sich viele schon seit Wochen auf sie vor: Die Fashion Revolution Week. Dann vergisst man leicht, dass es da draußen auch noch viele Menschen gibt, die vielleicht noch nie von ihr gehört haben. Dabei ist sie so wichtig und liegt uns sehr am Herzen!

In diesem Post wollen wir erklären, warum das so ist, was sich die letzten Jahre getan hat und warum auch Du Teil dieser großartigen Bewegung werden solltest.

Warum gibt es die Fashion Revolution Week?

Nach dem Einsturz des Rana Plaza Komplexes in Bangladesch wurde die Fashion Revolution Initiative gegründet, um für eine gerechtere Modebranche zu kämpfen. Weltweit wurde dazu aufgerufen, über Social Media große Modekonzerne zu fragen: Who made my clothes? Charakteristisch wurde hierbei, das Kleidungsstück verkehrt herum zu tragen, so dass das Herstellerlogo sichtbar wurde. So sollte über die sozialen Netzwerke Druck auf die Firmen ausgeübt und nach mehr Transparenz in den Produktions- und Lieferketten zu fragen.

Drei Frauen rufen zur Fashion Revolution Week auf

Was hat sich in den letzten fünf Jahren getan?

Mittlerweile ist aus einer raffinierten Social Media Kampagne eine große Bewegung geworden. In den letzten fünf Jahren ist die Fashion Revolution Week gewachsen (von einem Tag auf eine ganze Woche) und geht über die ursprüngliche Idee hinaus. Immer noch geht es darum, in der Modebranche nach mehr Transparenz zu fragen, doch inzwischen gibt es für viele Länder der Welt Unterorganisationen, es werden große und kleine Events zur Aufklärung, Diskussion oder Kritik organisiert und offizielle Anfragen bei Firmen getätigt, deren Antworten dann in Reports öffentlich gemacht werden.

Ein tolles Beispiel dafür, was passiert, wenn genug Menschen an einer Initiative teilnehmen: Sie wächst und es bewegt sich etwas. Ein wichtiger Grund, warum auch Du an der Fashion Revolution Week teilnehmen solltest!

Letztes Jahr war die erfolgreichste Fashion Revolution Week bisher! Hier ein paar Zahlen:

  • 2 Millionen Menschen beteiligten sich generell über Social Media. Es gab 113.000 Posts mit dem #whomademyclothes Hashtag im April 2017 veröffentlicht – mehr als doppelt so viele wie 2015.
  • 66.000 Menschen nahmen an über 1.000 Veranstaltungen teil.
  • Fast 2.500 Brands reagierten auf die Anfragen auf Social Media – 2015 waren es gerade mal 250 gewesen.
  • 32% von 100 Brands haben 2017 als Reaktion Lieferantenlisten veröffentlicht (2016 waren es nur 13% von 40).

Screenshot von Stella McCartney auf der Fashion Revolution Week

Wie reagieren die Modefirmen?

Aktivistin setzt sich für faire Mode einUm die Reaktionen der Hersteller detailliert betrachten und bewerten zu können, wurden im Rahmen der Fashion Revolution Week bisher zwei Reports veröffentlicht. Sie geben Einblick darin, wie transparent die Brands wirklich sind, die reagiert haben und im Detail befragt wurden.

Der Report 2017 zeigte:

  • Im Durchschnitt erreichten die Marken (z.B. Adidas, H&M und Mango, aber auch Gucci, Prada und Burberry) im Report von 2017 einen Score von 49 bei 250 erreichbaren Punkten – weniger als 20%.
  • Keiner der 100 beteiligten Marken erlangte einen Score über 50%.

Du siehst also: Auch wenn sich die großen Marken öffnen, es ist bei weitem nicht genug! Sie geben immer noch nicht genug darüber preis, wo und wie sie produzieren oder woher sie ihre Rohstoffe beziehen. Es muss noch mehr Druck ausgeübt und nachgefragt werden! Und dafür brauchen wir am besten jeden Einzelnen. Deshalb solltest auch Du Dich an der Fashion Revolution Week beteiligen!

Was kannst Du tun, um mitzumachen?

Du kannst schon ganz viel im Kleinen tun!

Auf unserem Facebook und Instagram Kanal teilen wir diese Woche verschiedene Tipps, wie Du diese Woche die Modebranche verändern kannst. Schau mal vorbei!Frau mit ernstem Blick macht auf die Fashion Revolution Week aufmerksam

Auch bei der offiziellen Webseite der Fashion Revolution Week gibt es eine Liste mit verschiedenen Ideen, wie Du Dich mit wenig oder viel Aufwand engagieren kannst, je nachdem, wie viel Zeit zu hast (z.B. eine E-Mail an eine Firma schreiben oder ein Event organisieren). Hier findest Du auch eine riesige Liste an tollen Events, die weltweit veranstaltet werden. Schau einfach mal bei ihnen vorbei, komme mit Leuten ins Gespräch und schließt Euch zusammen! Wir sind zum Beispiel beim Flash Mob auf dem Alexanderplatz in Berlin vor Ort.

Es ist also gar nicht so schwer, mitzumachen. Auch ein weiterer Grund, warum Du dabei sein solltest. Wir sind es auch. Es gibt noch viel zu tun, aber es wurde bereits etwas erreicht, es verändert sich etwas und das treibt uns an – zusammen mit dem tollen Gemeinschaftsgefühl einer Bewegung.

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